Liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Freundinnen und Freunde,

es ist geschafft. Ich darf weitere vier Jahre mit und für Sie und Euch arbeiten. Mit dem drittbesten SPD-Zweitstimmen-Ergebnis in ganz Baden-Württemberg und dem viertbesten bei den Erststimmen. Deswegen möchte ich zuerst und von Herzen danken: Ich bedanke mich bei den Wählerinnen und Wählern für das ausgesprochene Vertrauen. Ich sage allen danke, die sich im Wahlkampf mit mir engagiert haben. Es war ein unglaublicher Wahlkampf mit unglaublich vielen, die mitgemacht haben, von morgens bis spät, Zettel verteilt, als erste plakatiert und an über 7000 Haustüren geklingelt. Vielen herzlichen Dank für dieses Engagement! Danke an mein Team, danke an Andrea Schröder-Ritzrau und alle Kampa-Mitglieder, danke für jede Spende, Teilnahme am Infostand oder gute Worte auf der Strecke! Ich werde bald zu einem schönen Fest für alle Helferinnen und Helfer einladen, um diesen Dank auch nochmals persönlich zu übermitteln.

Man muss auch versuchen, einem solchen Wahlergebnis etwas Positives abzugewinnen, zumindest bin ich so gebaut und das will ich mir auch bewahren. Und deshalb lese ich dieses Wahlergebnis als erstes so: Die Große Koalition ist abgewählt worden. Und das ist auch gut so, denn sie soll in einer Demokratie der Ausnahmefall sein.

Natürlich war der Sonntag ein bitterer Tag für die SPD und nach all dem Engagement auch für mich persönlich. Aber vor einigen Monaten haben wir gemerkt, dass die SPD Hoffnungen wecken kann. Da lagen wir in den Umfragen plötzlich wieder vorne. Da haben wir gezeigt, dass es uns auch wieder geben kann, dass wir stark sein können. Diese Hoffnung, die die Menschen am Anfang des Jahres hatten, ist zerbröselt. Die Menschen haben gesagt: Ihr wart doch schon die ganze Zeit dabei, warum habt ihr nicht all das, was ihr uns jetzt versprecht, schon die ganze Zeit gemacht? Und habt ihr nicht in der Vergangenheit auch das verantwortet, was ihr jetzt kritisiert?

Müsste man es deswegen so machen wie in Frankreich und einfach eine neue Bewegung gründen? Eine, die noch keine Fehler gemacht hat, die bei Null startet? Glauben wir denn, die würde dann keine Fehler machen? Ich sage: nein. Wir sind stolz auf unsere 154 Jahre. Und jeder und jede, der oder die sich engagiert weiß, dass Fehler passieren, dass manches unvollkommen bleibt und dass wir immer Jahre um Jahre kämpfen müssen, bis wir unsere Ziele Schritt für Schritt erreichen.

Ich war am Sonntag noch beim Bezirkskirchentag in Eberbach zu 500 Jahren Reformation. Und selbstverständlich ist die evangelische Kirche stolz auf 500 Jahre Reformation, bei allem Leid, allem Zwist, allen Kriegen, die auch zu ihrer Geschichte gehören. Wir stehen zu unserer stolzen Geschichte und wir packen wieder von vorne an. Ich glaube, dass wir die Erneuerung weitertreiben müssen. Die SPD ist mitten in einem Erneuerungsprozess. Und dieser Erneuerungsprozess wird auch einen Generationenwechsel bedeuten müssen in der Partei. Der Anfang ist gemacht. Mit Andrea Nahles haben wir eine kämpferische neue Fraktionsvorsitzende. Ich habe sie gerne bei ihrer Wahl unterstützt.

Vielleicht glauben wir, dass wir verloren haben. Aber wer für eine gute Sache kämpft, der kann gar nicht verlieren. Wer für eine gute Sache kämpft, der hat bereits gewonnen. Und deshalb werden wir morgen weiterkämpfen für unsere Ziele.

Glück auf!

 

Ihr/Euer
Lars Castellucci

 

Termine:

  • Dienstag, 3. Oktober, 11 Uhr: Einheitsfest der SPD Sandhausen, Lège-Cap-Ferret-Platz, Sandhausen.
  • Donnerstag, 5. Oktober, 14:30 Uhr: Preisverleihung Bürgerpreis der Sparkasse, Eremitage, Friedrich-Hecker-Allee 3, Waghäusel.
  • Freitag, 6. Oktober, 20 Uhr: Podiumsdiskussion “Aufgabe, Rolle und Bedeutung der Kirchen und Religionsgemeinschaften in der Politik”, Ökumenisches Bildungszentrum, B5 19, Mannheim.
  • Freitag, 13. Oktober, 17 Uhr: Empfang zum Tag der Gewerkschaften, Friedrich-Ebert-Haus, Pfaffengasse 18, Heidelberg
  • Samstag, 21. Oktober, 11 Uhr: Kreismitgliederparteitag mit Rückblick auf die Bundestagswahl, Turnhalle am Messplatz, Hebelstraße 2, 68809 Neulußheim