Um 1800 lebte eine Milliarde Menschen auf der Erde, heute sind es knapp über 7,7 Milliarden. Eine Logik, nach der die Weltbevölkerung unaufhaltsam wächst, gibt es nicht. Das Verhalten der Menschen und Einflüsse von außen haben schon immer zusammengewirkt und die Kurve zum Teil drastisch verändert. Fakt ist: Die Wachstumsrate der Weltbevölkerung nimmt seit der Mitte des letzten Jahrhunderts bereits stetig ab.

Um das Bevölkerungswachstum nachhaltig zu steuern, braucht es Politik. Zuerst muss das Bevölkerungswachstum dort zum Thema gemacht werden, wo es stattfindet. Maßgeblich für die Höhe des Bevölkerungswachstums ist der Zugang zu Bildung. Jedes zusätzliche Schuljahr für Mädchen schlägt sich in sinkenden Geburtenraten nieder.

Unser Ziel muss es sein, Menschen aus extremer Armut herauszuführen, sexuelle Aufklärung zu stärken und den Zugang zu Verhütung zu ermöglichen. Sobald Kinder in ihren Familien nicht mehr als Arbeitskräfte herangezogen werden und die Kindersterblichkeit sinkt, werden die Menschen danach streben, weniger, aber dafür gut ausgebildete Kinder großzuziehen. Die Anzahl der Kinder bleibt dann stabil und damit auch die Bevölkerung.

Das alles ist erreichbar, wenn wir in der Entwicklungszusammenarbeit hier einen deutlichen Schwerpunkt legen. Ich setze mich für eine echte Zusammenarbeit auf Augenhöhe ein, dazu müssen wir politisches und religiöses Führungspersonal vor Ort für gemeinsame Strategien gewinnen.

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