Wie lassen sich neue Wohnquartiere schaffen, die ausreichend Wohnraum bieten, nachhaltig gebaut sind und zugleich zu lebendigen Stadtteilen werden? Mit diesen Fragen hat sich der Bundestagsabgeordnete Lars Castellucci bei einem Besuch der Schwetzinger Höfe beschäftigt.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Matthias Steffan, Stadträtin Rebmann, Vertretern des SPD-Ortsvereins Schwetzingen sowie den Projektpartnern EPPLE und Conceptaplan informierte sich Castellucci über die Entwicklung des Quartiers.

Nach Angaben seines Teams sucht der Bundestagsabgeordnete regelmäßig den Austausch mit Projekten, die Antworten auf aktuelle Herausforderungen im Wohnungsbau und in der Stadtentwicklung geben können. Auf die Schwetzinger Höfe war man im Rahmen dieser Recherchen aufmerksam geworden.

Im Mittelpunkt des Rundgangs standen Fragen zur städtebaulichen Qualität, zur Nachhaltigkeit und zur Nutzungsmischung im Quartier. Dabei ging es unter anderem darum, wie Wohngebiete entstehen können, die nicht nur Wohnraum schaffen, sondern auch Raum für Begegnung und Infrastrukturangebote bieten.

Vorgestellt wurden verschiedene Elemente des Quartierskonzepts. Neben Eigentumswohnungen entstehen unter anderem ein Gesundheitszentrum, eine Kindertagesstätte und seniorengerechte Wohnangebote. Hinzu kommen kulturelle Nutzungen wie die KunstMitte. Darüber hinaus bestehen Perspektiven für weitere quartiersbezogene Angebote, etwa im gastronomischen Bereich.

Ein weiteres Thema des Besuchs war die Nachhaltigkeit des Quartiers. Dabei wurden Ansätze der Kreislaufwirtschaft, Gebäude nach dem KfW-40-Standard mit QNG-Zertifizierung, Photovoltaikanlagen auf den Dächern, ein vorbereitetes Lade- und Lastmanagement für Elektromobilität sowie Begrünungs- und Freiflächenkonzepte vorgestellt.

Diskutiert wurde außerdem, wie sich städtebauliche Qualität über einen längeren Zeitraum sichern lässt. Dabei spielte der projektbegleitende Gestaltungsbeirat der Schwetzinger Höfe eine Rolle. In dem Gremium begleiten Fachleute gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung und des Gemeinderats die Entwicklung des Quartiers und beraten regelmäßig über städtebauliche und architektonische Fragestellungen.

Oberbürgermeister Matthias Steffan verwies auf die enge Abstimmung zwischen Stadt, Politik und Projektpartnern. Diese sei eine wichtige Voraussetzung, um unterschiedliche Anforderungen an Wohnen, Freiraumgestaltung und Infrastruktur in der Quartiersentwicklung zusammenzuführen.

Auch die Situation auf dem Wohnungsmarkt war Gegenstand des Austauschs. Castellucci betonte die Bedeutung zusätzlicher Wohnungen für die Entlastung angespannter Wohnungsmärkte. In den Schwetzinger Höfen entstehen verschiedene Wohnangebote; bereits im ersten Bauabschnitt wurde zudem Wohnraum im preisgünstigeren Segment realisiert.

Nach dem Rundgang äußerte sich der Bundestagsabgeordnete positiv über die Konzeption des Quartiers. Besonders hervorgehoben wurden die Verbindung unterschiedlicher Nutzungen, die städtebauliche Dichte sowie die urbanen Qualitäten des Areals. Aus seiner Sicht zeigen die Schwetzinger Höfe, wie Wohnen, soziale Infrastruktur und Nachhaltigkeitsaspekte in einem Quartier zusammengeführt werden können.

Der Besuch diente dem fachlichen Austausch über aktuelle Fragen der Wohnungs- und Stadtentwicklung. Anhand der Schwetzinger Höfe wurden dabei verschiedene Ansätze diskutiert, die auch über Schwetzingen hinaus von Interesse sein können.