Berliner Zeilen vom 12. Juni 2026

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Freundinnen und Freunde,

“Dass die Wirtschaft in diesem Jahr überhaupt noch wächst, ist allein der öffentlichen Hand zu verdanken”, hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung gerade veröffentlicht. Das zeigt, dass die Bundesregierung immerhin erfolgreich gegensteuert, wir investieren und wir können es auch Dank des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität, das wir Sozialdemokraten durchgesetzt haben. Zufriedenstellen kann einen das aber freilich nicht. Wachstum soll schon in allererster Linie aus der Wirtschaft selbst kommen. Wir kämpfen immer wieder mit neuen Krisen, zuletzt den Folgen des völkerrechtswidrigen Angriffs Israels und der USA auf den Iran, aber wir haben leider auch viele hausgemachte und lange vernachlässigte Probleme. Finden wir die Kraft, diese anzugehen?

Diese Woche hatte ich immerhin das Gefühl, dass wir Tritt fassen. Das Koalitionstreffen zusammen mit Vertretern der Arbeitgeber und Gewerkschaften war ermutigend. Der Bundeskanzler hat am Donnerstag eine Regierungserklärung abgegeben, die den Beifall beider Regierungsfraktionen gefunden hat. Als die AfD dann die Abwahl von Bärbel Bas beantragte, kam es zu einer Sternstunde des Parlaments: Die Rednerinnen und Redner aller demokratischen Fraktionen standen solidarisch zusammen und haben das Gebaren der AfD als das demaskiert, was es ist: demokratiezersetzend und frauenfeindlich. Wir streiten viel, aber uns eint als Demokratinnen und Demokraten immer mehr, als uns trennt. In diesem Geist können wir unser Land voranbringen.

Am späteren Donnerstagabend habe ich dann noch in der Debatte zur Humanitären Hilfe als Beauftragter der Bundesregierung gesprochen. Ich erhalte viel Zustimmung zu meinen Aktivitäten, aber natürlich auch Gegenwind und Fragen: “Wo treibt der sich jetzt wieder herum? Wer hat Sie eigentlich gewählt – also für wen engagieren Sie sich denn da, für Ihre Wählerinnen und Wähler oder nur für Menschen weit weg?” Offengestanden habe ich für solche Kommentierungen jede Menge Verständnis. Sie sind auch Zeichen einer großen Verunsicherung, zu der wir leider jeden Tag auch viel beitragen. Wo geht es hin mit unserem Land? Was ist unsere Rolle in der Welt? Wofür soll Geld ausgegeben werden, wenn es doch heißt, dass überall gespart werden muss. In meiner Rede habe ich versucht, darauf ein paar Antworten zu geben. Sie kann hier angeschaut werden.

Nächste Woche geht die Zukunft #wirdgut-Tour weiter, Stationen sind Heidelberg, Tutzing, Berlin. Ich freue mich auf alle Begegnungen.

Herzliche Grüße

Ihr/Euer Lars Castellucci

 

Termine

  • Samstag, 13. Juni, 17.00 Uhr: Eröffnung Mälscher Markt, vor dem Zehntkeller, Malsch
  • Montag, , 15. Juni, 18.00 Uhr: „Pizza & Politik“, Lège-Cap-Ferret Platz, Sandhausen
  • Mittwoch, 17. Juni, 14.30 Uhr: „Eine Welt ohne Krebs?“, Interdisziplinäres Zentrum für Neurowissenschaften, Heidelberg
  • Mittwoch, 17. Juni, 18.00 Uhr: Vortrag Evangelische Studierendengemeinde, Karl-Jaspers-Haus, Heidelberg
  • Freitag, 19. Juni, 11.00 Uhr: „Industrie im Wettbewerb: Erst das Wachstum, dann die Werte?“, WZGE-Dialog, ESMT, Berlin
  • Freitag, 19. Juni – Samstag, 20. Juni: Landesparteitag der SPD Baden-Württemberg, Donauhalle, Ulm
  • Sonntag, 21. Juni, 10.30 Uhr: „Freiheit zum Guten“, Sommertagung des Politischen Clubs, Evangelische Akademie, Tutzing